Spielregeln Freies Spiel

Das Freie Spiel bedeutet, daß sich die Hunde untereinander artgerecht verständigen dürfen, ohne durch Menschen belästigt zu werden. Das heißt:

Freies Spiel dient allein dem Lernen und Anwenden arteigener hundlicher Kommunikation und Lebensregeln.
Der Mensch greift nur in Ausnahmefällen ein.

Beim Freien Spiel

gilt für Menschen:
Keine Leckerchen geben (allenfalls dem eigenen Hund und nur, wenn unvermeidlich. Die Anwesenheit auf der Tobewiese muß doch nicht extra belohnt werden, oder?)
Keine unnötigen Abrufe (es sei denn, wir müssen die Tür freimachen oder wollen gehen, dann sind die Abrufe ja nötig)
Keine Übungen
Kein Runterziehen fremder Hunde
Einschreiten durch Blocken oder das bewährte "Ey!!!"

dürfen Hunde:
Brummeln
Knurren
Aufreiten
Blödeln bis zum Abwinken
sich hinter ihrem Menschen verstecken, der sie dann bitte NICHT beachtet
mit Menschen schmusen (die dann bitte kein Leckerchen geben)

Wir haben die Erfahrung gemacht, daß die meisten Rüden mit dem Rammeln sofort aufhören, wenn das Mädel deutlich macht, daß sie das nicht will. Dies tut sie durch Hinsetzen, Knurren, Abschnappen oder extrem ängstliches Verhalten (leicht ängstliches Verhalten soll eher das Spiel anheizen). Gut sozialisierte Rüden lassen dann sofort ab. Sozialisation ist genau das, was im Freien Spiel erworben und gelebt werden soll!
Wenn jemand weiß, daß der eigene Rüde übertreibt, die Wünsche der Hündin zu mißachten pflegt oder einfach zu groß für das betreffende Mädel ist, dann rufe oder dränge der eigene Mensch seinen Rüden ab.
Maßregeln fremder Hunde NUR DURCH BLOCKEN! (Blocken bedeutet das energische, nicht grobe, Dazwischengehen. Wirklich dazwischen gehen! Hunde können dabei mit dem Knie angeschubst werden, das ist artgerecht, ersetzt das rempeln, ist Chefgebaren und jedem Hund geläufig und verständlich. Wir machen das ruhig und nicht grob.)
Das ist wichtig - wir haben Hunde aus dem Tierschutz dabei, die können an sich harmloses Primatenverhalten als lebensbedrohlich empfinden und entsprechend reagieren. Außerdem muß kein Hund aufdringliches Primatenverhalten fremder Menschen dulden. Jeder Hund hat das Recht auf seine eigene Individualdistanz. Hunde unter sich wissen, wie sie diese Distanzregeln beachten, ansonsten MÜSSEN SIE ES LERNEN, das geht nur durch Erfahrung. <<


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