Kommunikation unter Hunden

Körpersprache:
Besteht aus Mimik und Gestik. Wir Menschen können dies beobachten, allerdings läuft alles wesentlich schneller ab als wir Menschen normalerweise wahrnehmen können. Uns entgehen daher wesentliche Einzelheiten. Mißverständnisse sind möglich, wenn Hunde nicht gelernt haben, mit unterschiedlichsten Artgenossen umzugehen. Denn rassebedingt sind manche Körperhaltungen oder Teile der Mimik vorgegeben – Schlappohren lassen sich nicht gleichermaßen aufrichten wie Stehohren, Ringelschwänze wirken auf Hunde, die sie nicht kennen, aufreizend. Hunde lernen aber, diese rassetypischen Eigenarten miteinzubeziehen.
Schwierigkeiten haben oft Hunde, die darauf gezüchtet sind, ihre Körpersprache zu verfremden, Beispiel Border Collie: Seine – auch bei Verlegenheit eingenommene – typische Hütehaltung wirkt auf Hunde wie ein Angriffssignal.

Gerüche:
Für den Hund spielen Gerüche eine übergeordnete Rolle. Sie können aus Ausscheidungen sowie den hormonellen Duftausschüttungen über Haut oder Rachen nahezu alles herausriechen. Hierfür müssen sie den Artgenossen oder einen Menschen nicht sehen. Seine Hinterlassenschaften können alt und fragmentarisch sein. Für einen Hund ist das kein Problem.

Lautäußerungen:
Knurren, Bellen, Jaulen, Heulen, Brummeln, Winseln sind die für uns hörbaren Lautäußerungen der Hunde. Unsere Ohren sind viel zu unpräzise, um eine genaue Aufschlüsselung der jeweiligen Lautäußerungen unserer Hunde zu gewährleisten. Die meisten Menschen können nicht zwischen wohligem Brummeln oder drohendem Knurren unterscheiden. Hunde hingegen können das ausgezeichnet.

Gedanken:
Was wie Gedankenlesen aussieht, ist oft „nur“ sehr geniale Auswertung winzigster körperlicher Signale und Gerüche. Das funktioniert nicht nur zwischen Hunden. Durch zig Jahrtausende hindurch haben Hunde das Lesen der Menschen perfektioniert. Hunde merken es sofort, wenn mensch nicht meint, was er sagt. Verstellung ist einem Hund gegenüber fehl am Platz und gefährdet das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund.