Fertigfutter


Allgemein
Fertigfutter gibt es als Trockenfutter, Feuchtfutter (Dose) und Halbfeuchtfutter. Sie sind einfach in der Anwendung, meist lange lagerfähig, es gibt sie in unterschiedlichen Preisklassen und für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Laut Hersteller enthalten sie alles, was das Tier braucht.
Natürlich sind die Inhaltsstoffe für den Laien nicht erkennbar, noch weniger als bei Labskaus, von dem einem schönen Spruch zufolge nur Gott und der Smutje wissen, was drin ist.

Inhaltsstoffe
Die Deklarationspflicht für Heimtierfutter ist weitaus weniger streng als die für menschliche Nahrung.
Ob an den Berichten über Studien und Testergebnisse, wonach sich in Fertigfutter angeblich auch Schuhsohlen oder Motoröl finden lassen, wirklich etwas dran ist, können wir als kleiner Verein nicht nachprüfen. Wir finden, der Begriff „pflanzliche Nebenprodukte“ legt Inhalte wie Stengel, Schalen, Spelzen, Reste z.B. aus der Zuckerproduktion nahe. Zu „tierische Nebenprodukte“ könnten Hufe, Federn, Hörner, Klauen, Krallen, Fell passen, aber auch Därme nebst Inhalt. Aber selbstverständlich auch Knochen oder Innereien, welche hervorragend als Hundefutter geeignet sind.

Herstellung
Große Futtermittelfirmen beziehen ihre Rohstoffe wiederum von überregionalen Lieferanten. Fleischabfälle verderben rasch. Im Produktionsprozeß werden daher alle verwendeten Rohstoffe sehr stark erhitzt, sterilisiert und großem Druck ausgesetzt. Sie werden zerkleinert, behandelt, denaturiert. Dieser Masse werden dann wieder Vitamine, Geschmacksstoffe, Mineralien zugesetzt, der Brei entweder in Dosen abgefüllt oder es wird Wasser entzogen und Trockenfutter daraus gemacht.

Zeitaufwand
Gering.

Qualitätsunterschiede:
Es gibt Firmen, welche auf einen höheren Fleischanteil achten oder sogar ganz auf Getreide verzichten. Dennoch müssen nach Hocherhitzung und Denaturierung durch Zerkleinerung wichtige Inhaltsstoffe künstlich wieder zugeführt werden. Um dieses zu vermeiden, gibt es auch – meist sehr kleine – Firmen, welche auf regionale Rohstoffe setzen und weniger hoch erhitzen sowie auch weniger denaturieren. Dabei werden sehr viel mehr natürliche Inhaltsstoffe erhalten.

Fazit:
Feuchtfutter wird geschlungen und ist klebrig. Das kann Zahnstein fördern. Trockenfutter wird ebenfalls meist nicht gekaut, sondern geschlungen. Zur Vermeidung von Zahnproblemen muß hund bei Gabe von Fertigfutter zusätzlich Zahnpflege erhalten. Zur Beschäftigung für den Hund eignet sich Fertigfutter im Napf nicht, kann aber in Futterspenderbälle gefüllt oder jeweils als Leckerchen oder Belohnung gegeben werden.
Wer hund möglichst artgerecht ernähren will, kann bei Fertigfutter zu kaltgepreßten Sorten kleiner Firmen (bei entsprechender Rohstoffqualität muß nicht ganz so hoch erhitzt werden wie in Großproduktionen üblich) mit möglichst hohem Fleischanteil greifen. Solches Fertigfutter kann auch in Bioqualität im Internet bezogen werden.